SCHMETZ Nadeln mit besonderer Geometrie

Anspruchsvolle Nähprozesse erfordern den Einsatz besonderer Industrienähmaschinen-Nadeln. Herkömmliche Nadeln entsprechen oft nicht den folgenden Anforderungen:

  • Verarbeitung besonders feiner oder (extrem) elastischer Materialien
  • Verwendung dickerer Nähfäden auch bei sensiblen Materialien
  • Multidirektionales Nähen
  • Verarbeitung von hohen und festen Materiallagen mit unterschiedlicher Lagenanzahl
  • Kombination von Materialien
  • Kreuznähte
  • Einsatz elastischer Nähfäden
  • Verarbeitung von sehr feinen und extrem feinen Strick- und Wirkwaren

Für besondere Anwendungen bietet SCHMETZ eine Reihe von Nadeln mit spezieller Geometrie an: SERV 7 (erhöhte Nadelstabilität und sichere Nähte), KN (schlanke Nadel gegen Maschensprengen), SF (extra schlanker Spitzen- und Öhrbereich für feinste Maschen) und GO (großes Öhr für dickere Nähfäden).

 

SCHMETZ SERV 7

Erhöhte Nadelstabilität und sichere Nähte

Neben Materialbeschädigungen sind Fehlstiche ein häufig auftretendes Nähproblem bei Elastikware. Um sie zu vermeiden, hat SCHMETZ die SERV 7-Nadel entwickelt. Diese besondere Nadelgeometrie gibt es für fast alle Nadelsysteme, mit allen wichtigen Spitzenformen und in allen gängigen Nadeldicken.

Die SERV 7-Nadel im Vergleich zu Standardnadeln:

 
 

Hauptkennzeichen der SERV 7-Ausführung sind die Höckerhohlkehle, die im Vergleich zur normalen Hohlkehle eine besonders große Fadenschlinge auswirft und somit leichter von der Greiferspitze aufgenommen werden kann und die Schaftverstärkung, die für außerordentliche hohe Stabilität der Nadel sorgt. Um kleinstmögliche Einstiche bei optimaler Verdrängung zu erzielen, kann bei der SERV 7-Ausführung daher oft die nächstdünnere Nadel eingesetzt werden, ohne dass die Stabilität der Nadel gemindert wird.

 
 

Hier wird deutlich, wie bei der SERV 7-Ausführung eine große Fadenschlinge gebildet wird. Durch die Höckerhohlkehle wird die Schlinge weiter ausgeworfen, so dass der Greifer sie sicher aufnehmen kann. Fehlstiche werden so deutlich reduziert.

Bei der Standardnadel ist die Schlinge wesentlich kleiner und wird daher nicht von der Greiferspitze aufgenommen. Es ist ein Fehlstich entstanden.

 
 

SERV 7-Nadeln besitzen eine 15%ige, in einigen Nadeldicken sogar 20%ige Schaftverdickung. Dadurch ist die Nadel besonders stabil und wird weniger abgelenkt. Weder Greifer noch Maschinenteile (z.B. Stichplatte) werden beschädigt.

Werden beide Nadelausführungen mit einer Kraft von einem Newton (N) ausgelenkt, wird die SERV 7-Nadel weniger stark abgelenkt als die Standardnadel.

 

Die besondere Stabilität der SERV 7-Nadel macht sich vor allem auch bei dicken Materialien und mehreren Materiallagen bezahlt, also z.B. bei Quernähten bei der Herstellung von Jeans. Weitere klassische Einsatzfälle der SERV 7 sind die Herstellung von Interieur für die Automobilindustrie , aber auch die Verarbeitung besonders feiner Materialien. Aufgrund der größeren Stabilität können für feinere Materialien dünnere Nadeln problemlos verwendet werden, die dennoch die erforderliche Stabilität aufweisen.

 

SCHMETZ KN

Schlanke Nadel gegen Maschensprengen

SCHMETZ KN-Nadeln einen schlanken, durchgehend zylindrischen Schaft ohne Schaftverdickung. Im Vergleich zu einer Standard-Nadel weisen sie einen reduzierten Querschnitt der Öhrpartie und einen schlanken Spitzenverlauf bis zur Kugelspitze auf.

 

Vorteile:

  • Kleinere Stichlöcher als bei Standardnadeln
  • Minimierung von Maschensprengschäden durch schlanke Form
  • Reduzierte Einstichkräfte im Vergleich zu Standardnadeln

 
 
 

Anwendung:

  • Sehr feine Strick- und Wirkwaren
  • Verminderung von Nahtkräuseln

 
 

SCHMETZ SF

Extra schlanker Spitzen- und Öhrbereich für feinste Maschen

Ähnlich wie bei der KN-Geometrie ist der Schaft von Nadeln mit SF-Geometrie schlank und durchgehend zylindrisch ohne Schaftverdickung. Abgesehen davon zeigt die SF-Geometrie eine extra schlanke Form von der Öhrpartie bis zur Kugelspitze.

 

Vorteile:

  • Kleinere Stichlöcher als bei Standard-Nadeln
  • Minimierung von Maschensprengschäden durch sehr schlanke Form
  • Reduzierte Einstichkräfte im Vergleich zu Standard-Nadeln

 
 
 

Anwendung:

Extrem feine Strick- und Wirkware, wie z. B. 40er oder 42er Teilung

 
 

SCHMETZ GO

Großes Öhr für dickere Nähfäden

Üblicherweise wird die Nadeldicke entsprechend dem Nähfaden ausgewählt. Allerdings ist es manchmal nötig, mit dicken Nähfäden zu nähen ohne die Nadeldicke entsprechend anpassen zu können. In diesen Fällen können Nadeln mit GO-Design dazu beitragen, Fadenbruch und Fehlstiche zu vermeiden und einwandfreie Nähte zu erzielen. Das Öhr der GO-Nadeln ist um 2 Größen in Bezug auf die Nadeldicke vergrößert, z. B. in einer Nadel der Dicke NM 70/10 entspricht das Öhr einer Nadeldicke NM 90/14. Auch die Fadenrinne ist verbreitert.

 

Vorteile:

  • Optimierte Fadenführung durch geringere Reibung, leichterer Durchlauf des Nähfadens
  • Minimiert Schäden am Nähfaden
  • Reduziert Stillstandzeiten der Maschine
  • Ermöglicht den Einsatz dünnerer Nadeln bei gleichbleibender Fadendicke
  • Ermöglicht den Einsatz eines dickeren Nähfadens bei gleichbleibender Nadeldicke


Anwendung:

  • Verwendung dicker Nähfäden oder Effektfäden
  • Dekorative Nähte
  • Zum Erzielen kleinerer Stichlöcher durch dünnere Nadeln bei gleichzeitiger Vermeidung von Fadenbruch

 
 
 
 
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